|
Trennungsberatung
Steht bei einem oder bei beiden Partnern der Entschluss zu gehen fest, dann sind gemeinsame Gespräche oft besonders schwierig. Derjenige, der gehen will, hat nichts mehr zu sagen, derjenige, der verlassen wird, ist oft so verletzt, so enttäuscht, dass er irgendwann auch nicht mehr reden will.
Aber was ist, wenn z.B. gemeinsame Kinder da sind, für die beide auch weiterhin Verantwortung haben? Dann erfordert diese gemeinsame Verantwortung, dass man man als Eltern trotzdem weiter kooperiert, auch wenn die gemeinsame Partnerschaft nicht mehr existiert. Wenn dann seelische Verletzungen und finanzielle Gesichtspunkte zusammen kommen, dann wird die gleichzeitige konstruktive Zusammenarbeit besonders schwierig. Die Versuchung, nicht mehr kooperativ zu sein, weil man die Macht dazu hat, ist manchmal sehr groß.
Trennungsberatung kann in solchen Situationen dabei behilflich sein, Dinge auf eine konstruktive Weise zu klären, die ohne die Anwesenheit eines Dritten nur in Streit und Eskalation enden würden.
Trennungsberatung kann aber auch dazu dienen, sich von einem unabhängigen Spezialisten auch schon im Vorfeld, also noch vor der Trennung beraten zu lassen, um so seine Entscheidungen auf eine bessere Grundlage zu stellen.
Häufige Themen
(1) Trennen oder weiter zusammen bleiben: Wann geht man leichtfertig aus einer Beziehung, wie sehr belastet man die Kinder mit einer Trennung oder Scheidung, soll man erst gehen, wenn die Kinder volljahrig sind?
(2) Den Kindern die Trennung erklären: Wie bringt man den Kindern am besten bei, dass die Eltern sich trennen? Worauf ist dabei zu achten. Wer soll es den Kindern sagen? Wieviel dürfen die Kinder über die wahren Hintergründe der Trennung erfahren?
(3) Wo sollen die Kinder wohnen: Bei wem sollen die Kinder künftig wohnen, wie häufig sollen sie den anderen Elternteil sehen, welche Regelungen soll es für Ferien, Feiertage, Geburtstage von wichtigen Verwandten geben. Welches Mitspracherecht sollen Kinder bei diesen Entscheidungen haben. Wie weit darf man wegziehen? Was ist, wenn man selbst oder der Partner ins Ausland oder in einen anderen Kontinent ziehen möchte?
(4) Neue Partner: Wie schnell können Kinder an neue Partner gewöhnt werden, wie soll man dabei vorgehen. Wie sollen die Kinder den neuen Partner nennen? Wie stark kann und soll der neue Partner / die neue Partnerin in die Erziehung eingreifen? Worauf müssen Stiefeltern achten?
(5) Auffällige Reaktion der Kinder auf Trennung und Scheidung: Wie kann man den Kindern helfen, die mit Aggression oder Rückzug, mit schlechten oder besonders guten Schulnoten auf die Trennung reagieren? Was kann man tun, wenn Kinder die Rolle des anderen Elternteils übernehmen (z.B. wenn der Junge, der bei der Mutter aufwächst, in eine väterliche / erwachsene Rolle schlüpft?)
(6) Unterschiedliche Erziehungsstile: Wann sollen die Kinder ins Bett, welche Fernsehsendungen dürfen sie ansehen, was sollen sie essen und was nicht ... Was ist, wenn der ExPartner einem ständig entsprechende Vorschriften machen will?
(7) Unterschiedliche Kulturen: Hier sind die Vorstellungen über die Rolle von Mutter und Vater oft besonders unterschiedlich. Angst entsteht, wenn man befürchtet, dass sich der andere Elternteil mit dem Kind ins Ausland absetzt.
(8) Wochenendväter: Häufig hat die Mutter die Rolle streng zu sein, zu kontrollieren, dass die Hausaufgaben gemacht werden, dass die Kinder rechtzeitig ist Bett gehen, während der Wochenendvater die Kinder mit Geschenken und vielen Freiheiten verwöhnen kann ...
(9) Gleichgeschlechtliche Beziehungen und Transsexualität: Was ist, wenn ein Elternteil eine gleichgeschlechtliche Beziehung eingeht? Oder wenn dieser sein Geschlecht ändert? Wie ist das für die Kinder?
(10) chronische Konflikte: Mit dem anderen Elternteil gibt es ständig Auseinandersetzungen. Es gibt häufig und lauten Streit, er hält sich nicht an Abmachungen, zahlt keinen Unterhalt, will das Kind nach Lust und Laune sehen, macht den anderen Elternteil ständig schlecht.
(11) Alkohol, Drogen, Gewalt, Missbrauch: Was ändert sich, wenn Alkohol, Drogen, Gewalt oder Missbrauch vorliegen? Wie geht man damit um, wenn einem solche Vorwürfe gemacht werden?
(12) Abwesenheit: Ein Elternteil lässt nichts mehr von sich hören, meldet sich nicht mehr, ist verschollen ...
... zurück zu Partnerberatung
|